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Bericht Clubausflug Slowenien 2013

veröffentlicht um 28.08.2013, 05:13 von Soaringclub Praebichl   [ aktualisiert: 28.08.2013, 05:14 ]

Alle Jahre wieder finden wir uns Mitte August im schönen Slowenien ein um gemeinsam zu fliegen. Heuer allerdings war einiges anders!

Im Vorfeld konnte unser Stammcamp nicht angefahren werden, da Vili schlichtweg keinen Platz für uns hatte! “Das Socatal ist voll“ hieß es! Naja, das fängt ja gut an. Nach einigen Telefonaten ins benachbarte Ausland, konnte eine neue Destination für 30 Leute sowie die Auffahrt für immerhin 19 Piloten und Tandempassagiere gewährleistet werden.

Angereist wurde bereits ab Montag, Habi hat es geschafft in stundenlanger Pionierarbeit uns den feuchtesten Platz des Socatales zu reservieren (siehe Boraprojekt) J war aber auch kein Problem, da es gleichzeitig der schattigste Ort Sloweniens war. Danke Wolfgang für diese exorbitante Pionierleistung J Der Platz hat aber sehr gut für uns gepasst und so konnten wir die Soaringclub Zeltstadt, inklusive einer Feuerstelle, in diesem Bereich des Campingplatzes errichten.


Die meisten reisten am Mittwoch gemütlich an, keiner hatte Stress  da es ja Urlaub war, ausserdem war für Donnerstag Bora angesagt! Bora bzw. Boraprojekt wurde übrigens in den internationalen Schimpfwortkatalog aufgenommen. Beim Boraprojekt handelt es sich um eine kleine aber feine Runde, welche auf Grund der Wettervorhersage massenweise Spirituosen mit Bier runterspült und anschließend von französischen Hippies invasioniert wird! Ein Verbündeter der Hippies dürfte Zauner Lui gewesen sein, da er sicherheitshalber wortlos noch eine Flasche Grappa (übrigens auch im Schimpfwortkatalog zu finden) auf den Tisch stellte! Tja, nach einer feuchten, feuchten Nacht, nach einigen Flaschen russischem Vodka, Grappa und Industrie Rum kann ich nur hoffen, nie mehr zur Bora in Slowenien zu sein!


Der Donnerstag verlief dann für einige wie ein Sonntag, die Anderen wanderten in die Schlucht zum Kozjakwasserfall - dort wurde Horst entdeckt! Horst ist eine außergewöhnliche Erscheinung welche selten ohne seine (ihre?) Lektüre SKM (slowenisches ÖKM) anzutreffen ist - überzeugt Euch auf den Bildern selbst!



Freitag war dann endlich Fliegen angesagt. Pünktlich um 09:45 starteten wir mit 3 Bussen Richtung Startplatz. Die Geländeeinweisung sowie die Startvorbereitungen gingen schnell und so waren alle bald airborne. 


Positiv zu erwähnen ist, dass die Zusammengehörigkeit des Clubs sofort spürbar war, als es galt die Tandems raus zu schießen! 


Viele gingen es gemütlich an, einige heizten die übliche Strecke ab - alles wie gewohnt! Am Abend waren wieder alle gesund beisammen und konnten von Ihren Erlebnissen erzählen.


Samstag war in etwa das gleiche Bild. Fliegerisch war der Tag einen Tick besser so dass wieder einige Personal Bests gefallen sind! Am Abend dann mein persönliches Highlight des Ausfluges. Nachdem ich lange überlegt hab ob ich meinen selbstgebauten Gulaschmaster 3000 mitnehmen soll, hat es sich als goldrichtig entpuppt ihn wirklich einzupacken! Unsere nichtfliegenden Mitglieder Max, Jasmin und Sigi konnten überzeugt werden, wie überlebenswichtig das Gulasch für uns sein wird und so wurden sie mit der Aufgabe betraut die Ingredienzien zu besorgen, während wir flogen! Ok, an der Fairness der Aufgabenverteilung darf gezweifelt werden, aber es ist und bleibt ein Fliegerurlaub und kein Kochkurs J Max als alter Feuerlheizer war sofort „Feuer und Flamme“ - kann ich mir nicht verkneifen - und übernahm den Kochlöffel! Danke Euch dreien für die tolle Bewirtung!


Das Schöne an diesem Abend war, dass wirklich alle 30 Leute im Kreis ums Feuer saßen und das Gulasch in vollen Zügen genossen. Man konnte die Zusammengehörigkeit abermals spüren, es war so gemütlich dass man versucht war wieder ein Boraprojekt abzuhalten! Glücklicherweise war die französische Hippie Invasion diesmal eine richtig grantige Franzmannmutter:“is it finally possible to sleep?“-dachte immer Franzosen scheuen das Englische! Naja wir haben uns nicht ergeben, sind dann aber zum Wohle der schlafenden Kinder ebenfalls schlafen gegangen.

Sonntag war dann flugtechnisch wieder ein sportlicher Tag! Viele heizten wieder die abgebrannte Ridge ab, hervorzuheben unser Neo Präsident der bereits am Samstag mit dem Tandem mit 96km aufzeigte und dann am Sonntag mit 103km den Tandemstaatsmeistersack zumachte! Das Tandemstaatsmeisterspeibsackerl machte allerdings seine Passagierin Deniza erst nach der letzten Thermik zu! Hut ab Tom, sehr gute Leistung, sehr starke Entschlossenheit! Hut ab Deniza, sehr schlechter Magen, sehr starker Wille! Keine Angst bei diesen Bedingungen wurde auch Solopiloten flau im Magen!


Zu gratulieren ist auch Martin, der sich erstmals auf die andere Seite des Kanaltals traute und mit einem 185km flachen Dreieck schon knapp an die 200er Marke herankommt.


Generell waren die  Bedingungen sportlich allerdings für uns beherrschbar! Es war die Tage anspruchsvoll zu fliegen woraus leider ein paar Unfälle resultierten, welche einen fahlen Beigeschmack über das verlängerte Wochenende legten. Zum Glück ist bei uns nix passiert, was wiedermal für das hohe fliegerische Niveau unserer Piloten spricht! Gezeigt hat sich das auch durch die fast 2000 geflogenen Kilometer, die an diesem Wochenende  insgesamt von uns eingereicht wurden. Nicht einreichbar, aber noch wichtiger ist jedoch der Spaß den wir alle gemeinsam hatten!

 

Danke für die schönen Tage,

Bingo & Tom