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Flightbuddy Sicherheitstraining am Gardasee

veröffentlicht um 17.09.2015, 13:04 von Soaringclub Praebichl
Stephi berichtet uns über das Flightbuddy Sicherheitstraining bei Airsthetik am Gardasee:

Unsere Flightbuddies werden flügge
ODER 
Wie zwei Quietscheenten unserem Verein beitraten

Um sich fliegerisch weiterzubilden und die Grenzen des eigenen Schirms und Könnens auszutesten, beschlossen die Flightbuddies Kathi, Stephi, Benni, Harri, Chri Wolfi, Ronni und Andrea mit unserem Präsidenten an einem Sicherheitstraining am Gardasee teilzunehmen. 



Trotz der schlechten Wetterprognose für das ausgewählte Wochenende, welche ein mancher liebend gerne als Ausrede verwendet hätte, um sich nicht waghalsig in die Tiefe stürzen zu müssen, machten sie sich am 2. September auf den Weg ins schöne Malcesine. Die Schirme wurden gepackt und „gute“ sowie „motivierende Ratschläge“ unserer erfahrenen Flieger wurden eingeholt. Die „Ratschläge“ reichten von „Oben geblieben ist noch keiner!“ über „Ja dann musst halt den Retter erwischen!“ bis hin zu „Mindestens einer muss mit’n Retter absteigen!“. (An dieser Stelle nochmal danke an Gerhard und Andi für die aufmunternden Worte .) Der erste Trainingstag wurde zur Eingewöhnung genutzt und die zu absolvierenden Flugmanöver mit dem Airsthetikteam Ralf und Hans durchbesprochen. 




Nach einer für die einen mehr und die anderen weniger ruhigen Nacht ging es dann am darauffolgenden Tag mit der Seilbahn hoch auf den Monte Baldo, um das zuvor gelernte in die Tat umzusetzen. Oben angekommen schlotterten bei den meisten Flightbuddies die Knie, aber unser Präsident, der kurzerhand in StartLeitNer umbenannt wurde, schaffte es seine Flightbuddies der Reihe nach zum Start zu bewegen. 

  
 


 


Harri startete, nach einer laaaangen Flugpause todesmutig als erster und erntete am Funk für seine schönen Klapper gleich auch Lob von Hans. 






Nach und nach wurde der erste Flug von jedem absolviert und die zweite Auffahrt in der Gondel erfolgte mit viel Adrenalin im Körper schon viel entspannter. Der zweite Flug wurde hauptsächlich dem Ein- sowie Ausleiten der Steilspirale gewidmet. Unser Flugkücken Andrea jauchzte, für den gesamten Gardasee gut hörbar, vor lauter Begeisterung über das Spiralen.


Am Abend konnten die Flüge bei leckerem  italienischen Essen und einem Gläschen Wein nachbesprochen werden. Der starke Nordwind fesselte die mutigen Flightbuddies am darauffolgenden Tag leider an den Boden. Aus diesem Grund wurde der Samstag zur Nachbesprechung und Videoanalyse genutzt. Bei der Videoanalyse staunten alle nicht schlecht, als sie bemerkten, wie unspektakulär die Manöver, die sich so unglaublich halsbrecherisch angefühlt haben, eigentlich waren. Um das Gesehene zu verdauen und den flugfreien Tag ausklingen zu lassen, wurden führte Ralf die ganze Gruppe in ein Restaurant mit köstlichen Fischgerichten aus. Am Sonntag wurde keine Zeit verschwendet und jede Sekunde zum Fliegen genutzt. Unser StartLeitNer wurde an diesem Tag zum Kameramann degradiert oder befördert (wie man es sehen mag) und zeigte gleich in aller Früh wie ein Fullstall auszusehen hat.


Seine Versuche einen schönen Heli zu fliegen wurden von seinen Schützlingen vom Gipfel des Monte Baldos aus beobachtet und mit Jubelschreien bezollt. An diesem tollen Flugtag zeigten unsere Präbichler Flightbuddies, dass sie starttechnisch die anderen Teilnehmer aus nördlicheren Bereichen Europas an Schnelligkeit und Geschick in den Schatten stellen und unserem Club alle Ehre machen. 



Der letzte Flugtag wurde für die Manöver beschleunigte Klapper, Spirale, Fullstall und SAT genutzt. Unsere First Lady staunte nicht schlecht, als sich gleich bei ihrem ersten Flug am Sonntag die Anweisung bekam: „So Kathi, auf Wunsch deines zukünftigen Gattens, fliegst jetzt mal einen Fullstall…“. Allerdings ließ sie sich nicht beirren und zeigte den Männern am Boden was Sache ist. Im Gegensatz dazu befolgte Benni nicht nur die Anweisungen über Funk, sondern auch die von zuhause und zog versehentlich nach seinem Fullstall seinen Rettungsschirm. 


Damit er auch etwas von seiner Retterfahrt hat, beschloss er es gleich am Anfang zu machen, um 1000 Höhenmeter genießen zu können. Um Benni bei seiner Gardaseefahrt gebührend zu unterhalten, kommentierte Hans es mit aufmunternden Worten wie: „1, 2, 3 und jetzt bist im Wasser!“. 


Um die Schmach besser zu verkraften, wurde im gleich als Pokal eine gelbe Quietscheente versprochen. Während Bennis Schirm trocknete, zeigten die Mädls den Jungs noch einmal was richtige Klapper sind und ließen gerade mal ein Ohr stehen. 





Beim allerletzten Flug des Trainings wollte Ronni unseren nassen Benni nicht alleine lassen und versenkte sich auf spektakuläre Art und Weise ebenfalls mit dem Retter im See.



Natürlich wurde ihm auch hierfür ein Entchen zugesagt . Als alles wieder trocken war, wurde das Auto wieder beladen und ein wunderbares und vor allem lehrreiches Sicherheitstraining ging zu Ende. Die zwei Quietscheenten wurden beim darauffolgenden Clubabend überreicht und freuen sich auf einen Ehrenplatz bei unseren Mitgliedern. An dieser Stelle bedanken sich die Flightbuddies des Soaringclub Präbichl noch einmal recht herzlich beim Airsthetikteam für die tolle Schulung. 

Ein großes Dankeschön auch an unseren Präsidenten Tom für die Organisation eines großartiges Trainings und dass er auch die mentale Unterstützung der nervösen Flightbuddies auf sich genommen hat.              
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