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Vereinssicherheitstraining am Gardasee

veröffentlicht um 08.05.2014, 09:16 von Soaringclub Praebichl

Am 30.05.2014 machten sich 10 wagemutige Präbichlflieger auf nach Malcesine am Gardasee, um dort ein verlängertes Wochenende beim Vereinssicherheitstraining mit den Jungs vom Airsthetik Team zu verbringen. Gut gelaunt ging man in die Anreise. Bis zum Zwischenstopp in der Nähe von Greifenburg waren wir noch recht gesittet unterwegs – blöd nur, dass das Navi eine Ankunftszeit von ca. 23 Uhr berechnetete – wir aber unsere Zimmerschlüssel nur bis spätestens 22 Uhr 30 in Empfang nehmen hätten können. Daher entwickelte sich aus der Kaffeefahrt eine kleine Rally durch das Pustertal .

Gerade noch pünktlich in Malcesine am Campingplatz Priori angekommen durften wir dann unsere Luxus-Appartements (hrhrhr…) beziehen und nach einem späten Abendessen im Fliegerstammlokal Rocco war jeder froh seinen Kadaver aufs Klappbett zu betten.

Donnerstag – erster Trainingstag: Start bei gemeinsamen Frühstück in TomCats Liebesnest und danach beim Treffpunkt bei Hotel Ideal mit den Murtalern und den Coaches von Airsthetik. Material wurde ausgefasst (Schwimmweste, Trockensack, Schwimmer für Rettungsgriff – wurde anfangs noch belächelt … ) und Gurtzeuge eingestellt sowie Retterauslösungen probiert.

Nach einem kurzen Manöver-Briefing gings dann auch schon hoch zum Berg. Generell  war das ganze Wochenende eine gehörige Portion Sitzfleisch gefragt. Am Feiertag strömten die Menschen den Monte Baldo und Wartezeiten von bis zu 1,5 Stunden an der Gondel waren keine Seltenheit. Am Berg angekommen – gleich wieder warten. Auf den umliegenden Bergen regnete es teils heftig ab und die ausströmende Kaltluft sorgte für erfrischende Böen am Monte Baldo. Die ersten Wetten wurden abgeschlossen ob am Donnerstag überhaupt noch geflogen werden kann – war es um 14 Uhr derart finster als wäre es bereits 19 Uhr Abends. Gegen 16 Uhr aber dann der radikale Wetterwechsel – der Wind lies nach und plötzlich war da blauer Himmel. Die Piloten konnten endlich in die Luft und am Landeplatz trafen immer mehr schweißgebadete, adrenalingepuschte Flieger ein. Besonders interessant sind am Gardasee die Landungen. Immer wieder verschätzen sich die Piloten und nehmen ein unfreiwilliges Bad. Die Einlage des ersten Tages lieferte aber unser Tandemgeschwader Tom und Kathi welches der Abkühlung im See mit einer spektakulären Landung entging und dafür von Acro-Stefan Pölzlbauer mit den Worten „Leitner du kloane, hoarte Sau… „ anerkennend, geadelt wurden.

Freitag – Tag 2: Von der Früh weg strömender Regen in Malcesine – Vormittagsprogramm war Videostudium angesagt – Mittag – italienische Köstlichkeiten in rauen Mengen vertilgt und  Nachmittags wurde nur „gechillt“ – der Wettergott war uns an diesem Tag einfach nicht gnädig.

Samstag – Tag 3: Parawaiting extrem:  Die Wettervorhersage war wieder 2-geteilt. Die Föhntendenz mit 16 hPa war schon Wahnsinn pur allerdings kann sich das Wetter wie wir bereits erfahren haben innerhalb von wenigen Stunden komplett ändern. Somit war Warten angesagt. Gegen 17 Uhr verließ die ersten Piloten die Geduld und die Rückfahrt mit der Gondel wurde angetreten. Eine gewaltige Fehlentscheidung wie sich herausstellen sollte den ab ca. 17 Uhr 30 waren die Bedingungen wieder flugtauglich…. Wtf??!?

Sonntag – Tag 4 – wie sollte es anders sein – Parawaiting die Dritte: Von der Früh weg strahlend blauer Himmel über dem Gardasee – allerdings auch hunderte Surfer am Wasser was für uns Flieger nichts Gutes verhieß. Am Startplatz angekommen – Böen bis ca. 70 km/h – an Fliegen nicht zu denken und somit wieder ab in die Hütte und Kaffee schlürfen. Die Tatsache, dass unser Startplatzleiter Heli Schrempf mit seinem 17m2 Acro-Fetzen beim „Wind-Testen“ wie ein Käfer am Rücken liegend einmal quer über den Startplatz geschliffen wurde, motivierte nicht unbedingt.

Gegen 15 Uhr lies der Wind am Startplatz kurz nach und die ersten waagemutigen Piloten machten sich auf den Weg – nur um kurz darauf ihre Ausrüstung und sich selbst gründlich im Seewasser zu waschen  Startabbruch… und wiedermal … Warten….  Gegen 16 Uhr wurde wieder gestartet – die Piloten hatten aber zum Teil ihr Sicherheitstraining schon absolviert bevor sie überhaupt den See erreicht haben – daher entschloss sich ein Teil der Gruppe das Training zu beenden und wiederum mit der Gondel ins Tal abzufahren. Auch an diesem Tag ein Fehler – später ab 17 Uhr wieder perfekte Trainingsbedingungen

Die Heimfahrt war dann wieder Abenteuer pur – nach 1,5 Stunden Stau wurden Alternativrouten über Bergpässe ins Navi getippt – mit Erfolg. Der Monte Bodone wurde bezwungen und die unglaubliche Landschaft im Sonnenuntergangslicht bewundert. 


Was nehmen wir von dem Wochenende mit?

1.     Das Wetter kann manchmal wirklich Oarsch sein!
2.     Ma fahrt erst mit der letzten Gondel ins Tal!!!
3.     Der „Full-Stall“ – Gerdschi hats jetzt drauf
4.     Die Kathi ist „Spiralsicher“
5.     Harry und Ivo können Schwimmen
6.     Die Epsilon Kisten von Schurl und Andi fliegen besser wenn sie gscheit überladen sind
7.     Der Ladi braucht nur die „guten“ Reisekaugummis dann ist auch die kurvenreichste Passstraße kein Problem.
8.     Wennst vollbeschleunigt mit 15 km/h RÜCKWÄRTS übern Landeplatz hinausfliegst hats vermutlich zuviel Wind…
9.  Wennst mit den richtigen Leuten unterwegs bist, sind alle Widrigkeiten wurscht

In diesem Sinne – bis zum nächsten Training 2015!!!
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